Inclusive language

Wie analysiert Witty? Rahmenwerk der inklusiven Sprache

Witty analysiert Texte und prüft sie auf inklusive Sprache. Was genau nimmt Witty unter die Lupe? Dafür mussten wir bei Witty Works ein Rahmenwerk der inklusiven Sprache entwickeln. In diesem Blog Post erklären wir die Diversitätsdimensionen, die Witty prüft. 

Witty analysiert Texte und prüft sie auf inklusive Sprache. In Englisch und Deutsch. Was genau nimmt Witty unter die Lupe? Dafür mussten wir bei Witty Works ein Rahmenwerk der inklusiven Sprache entwickeln. In diesem Blog Post erklären wir die Diversitätsdimensionen, die Witty prüft. Und: Ihr könnte auch mitmachen. Hinterlässt in diesem Survey  eure Ideen.  

Die Grammatik hat ihre Wortarten seit Jahrhunderten definiert. Und so lernen wir an der Schule, was ein Pronomen ist, was ein Verb und ein Substantiv. Wir lernen auch, wo wir Komma setzen und wo nicht. All das ist nach strikten Regeln vorgegeben.

Im Bereich der inklusiven Sprache ist dies jedoch nicht der Fall, da es noch eine sehr junge Entwicklung ist. Es gibt keine Vorgaben und auch keine Instanz, die definiert, welche Wortarten und Worte sie umfasst.

Aber genau das ist es, was wir bei Witty Works versuchen. Wir haben das Ziel, in der deutschen und englischen Sprache ein Rahmenwerk der inklusiven Sprache zu entwickeln, so dass wir nicht-inklusive Sprache schneller erkennen und inklusive Sprache einfacher nutzen und ausrollen können. (In diesem Blog Post erklären wir, was inklusive Sprache ist.)

Da das Thema der inklusiven Sprache für viele Menschen völlig neu ist, stellen wir Witty zur Verfügung - eine Software, die es anhand von künstlicher Intelligenz erlaubt, versteckte Stereotypen oder offensichtliche Diskriminierungen in der Sprache zu erkennen und den Schreibenden inklusive Alternativen zu bieten.

Für die Entwicklung von Witty brauchen wir ein Rahmenwerk, wie es das in der Grammatik gibt. Natürlich wird es wohl nie so exakt werden können, wie die Grammatik. Denn - im Gegensatz zur Grammatik - geht es bei der inklusiven Sprache sehr stark um Kontext. Ein Wort kann in einem gewissen Kontext durchaus unbewusst stereotypisch sein; in einem anderen Kontext aber überhaupt nicht. Zudem entwickelt sich Sprache ständig weiter. Ein Wort, das zurzeit nicht inklusiv ist, kann es vielleicht in ein paar Jahren durchaus sein, weil sich die Gesellschaft verändert hat.

Wir wissen, dass die Aufgabe ein Rahmenwerk zu bauen, sehr anspruchsvoll ist und wir uns viele ethische Fragen stellen müssen. Bei der Entwicklung des Rahmenwerkes stützen wir uns auf drei Pfeiler ab:

  • Den Grundwortschatz entnehmen wir von Studien anerkannter Universitäten in den Bereichen Linguistik, Psychologie und Verhaltensökonomie.
  • Unsere Userinnen: und User geben uns Feedback bezüglich ihres eigenen Wortschatzes.
  • Wir arbeiten mit Organisationen zusammen, die auf den Sprachgebrauch gewisser Diversitätsdimensionen spezialisiert sind und uns dazu Informationen geben.

Zudem erstellen wir eine Ethik-Kommission, die uns über die Schultern schaut. Sie begutachten unsere Entscheidungen in Bezug auf das Rahmenwerk, den Wortschatz sowie den Algorithmus.

 

Wittys Rahmenwerk

Wie bei jedem Versuch ein Regelwerk aufzubauen, ist auch unser Rahmenwerk der inklusiven Sprache in laufender Entwicklung. Ich möchte euch in den folgenden Zeilen darstellen, wie wir die Wortarten einteilen und sie dementsprechend auch von Witty analysiert werden.

Witty markiert jeweils die Wörter oder Wortkombinationen, die in irgendeiner Weise nicht inklusiv sind. Somit wird den Schreibenden ermöglicht, ihren Text zu durchleuchten und auf mehr Inklusion anzupassen.

(Witty analysiert auch Rechtschreibung und Grammatik, aber dies soll hier folgend nicht behandelt werden.)

Wir teilen die Wörter und Begriffe in 5 Top-Kategorien ein. In jeder dieser Top-Kategorien gibt es Unterkategorien, um das Feedback in der Software granularer und für die User:innen schlüssiger zu machen. Die Top-Kategorie bestimmt, wie schwerwiegend die Non-Inklusivität des Begriffes oder der Wortkombination ist.

 

Top-Kategorien

tolerance-icons_21x (1) Offensichtliche Diskriminierung

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Unbewusste Voreingenommenheit / Stereotypen / Stigmatisierung
tolerance-icons_141x Stil

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Geschlechtliche Sprache (Rollenbilder)

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 Inklusive Sprache

 

Offensichtliche Diskriminierung

Symbol tolerance-icons_21x (1)
Grad sehr schwerwiegend (1)
Definition Dies sind Wörter und Wortkombinationen, die von den meisten Menschen als offensichtliches Fluchwort erkannt werden oder zumindest ein Zähneknirschen hinterlassen, weil man weiss, das diese sehr verletzend sind.

In dieser Top-Kategorie identifiziert Witty Wörter, die in die folgenden Unterkategorien fallen: Rassistisch, sexistisch, nationalistisch, homophob oder transphob, Beleidigungen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund oder gewisser Nationalitäten sowie Verunglimpfungen in Bezug auf Religionen.

Beispiele hier sind also die ganz schlimmen Begriffe wie (bitte verzeihen Sie mir die Aussagen): Schlampe, Kanake, Krüppel, das N-Wort, Judenschwein, Kameltreiber, Kampflesbe... (Ich entschuldige mich nochmals aufrichtig, dass ich diese Wörter ausschreibe. Sie stehen nur hier, um die Erklärung klar zu machen.)

Wir denken nicht, dass unsere User:innen solche Wörter je schreiben würden, aber eine Analyse auf inklusive Sprache wäre nicht vollständig, wenn wir diese Begriffe nicht markieren würden.

 

Unbewusste Voreingenommenheit / Stereotypen / Stigmatisierung

Symbol

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Grad mittel-schwerwiegend (2)
Definition Dies sind in den meisten Fällen Wörter und Wortkombinationen, die versteckt diskriminierend sind und/oder auf überholten, unbewussten Stereotypen und Biases beruhen, die wir teilweise gar nicht (mehr) bemerken. 

Die Verwendung dieser Begriffe hat zwei Konsequenzen:

  • Gewisse Menschen fühlen sich vom Text nicht angesprochen, weil sie aufgrund ihrer Sozialisierung oder Werte unbewusst davon abgeschreckt werden und sich daher nicht zugehörig fühlen.
  • Die Wörter stecken Menschen in Schubladen. Wenn die Gesellschaft diese unkritisch akzeptiert und weiter verwendet, werden damit Menschen stigmatisiert und Betroffene bleiben darin gefangen. Damit können sie sich nicht frei entfalten.

Die der Top-Kategorie B zugehörigen Formulierungen sind filigran, oft unterschwellig oder gar unbewusst. Damit ist die Identifikation dieser Wörter auch viel schwieriger. Zudem kann es sein, dass hier identifizierte Wörter in einem Kontext absolut problemlos sind; in einem anderen aber durchaus unbewusst abschrecken oder schubladisieren.

Unterkategorien, die wir analysieren:
  • Agentische Sprache: Sie beschreibt Attribute, die traditionell nur dem männlichen Geschlecht zugestanden wird. Agentische Sprache spricht unbewusst viele Menschen nicht (mehr) an; entweder weil sie nicht diesen männlichen Attributen entsprechen oder weil sie diese Attribute unbewusst nicht als attraktiv empfinden. Dies hängt von der eigenen Sozialisierung und Werten ab. Beispiele sind hier: Ambitioniert, Ehrgeiz, Autorität
  • Übertreibende Sprache: Im Business Umfeld haben wir die Tendenz, unsere Aktivitäten übertrieben zu beschreiben, um damit Eindruck zu machen bei unseren Lesenden. Dies wird jedoch oft nicht geschätzt, weil es nicht authentisch wirkt und zudem bei unterrepräsentierten Gruppen das Gefühl von Druck auslöst. Beispiel: Kämpfernatur, Höchstleistung, Top-Performer
  • Physische oder mentale Beeinträchtigung: Wir machen hier noch genauere Unterteilungen (Seh-Beeinträchtigung, Gesundheitseinschränkung, intellektuelle Beeinträchtigung, Hör- und Sprachbeeinträchtigung, Mobilitätsbeeinträchtigung, mentale Beeinträchtigung). Menschen mit Beeinträchtigungen werden oft als „nicht normal“ dargestellt und stereotypische beschrieben oder solche Analogien werden genutzt, um etwas als „nicht normal“ zu beschreiben. Beispiele sind hier: invalid,  “der Blinde unter den Einäugigen”, "Bist du taub?" (Wenn jemand etwas nicht sofort versteht.)
  • Kultur: Bringt Stereotypen in Bezug auf den kulturellen Hintergrund einer Person zum Ausdruck oder pauschalisiert eine Gruppe desselben kulturellen Hintergrundes. Beispiele: kleine Chinesen, laute Amerikaner, "Wir sind hier nicht auf dem Basar.", "Das kommt mir Spanisch vor."
  • Migrationshintergrund: Ausdrücke, die auf den Migrations-Hintergrund einer Person anspielen und darum diese Menschen stigmatisieren. Beispiele: Dritte Welt, Ausländerin, "die von dort unten"
  • Sexuelle Orientierung: Identifizierte Begriffe vertreten oder stärken das Bild der Hetero-Normativität oder transportieren ein überholtes und vielleicht sogar diskriminierendes Verständnis der sexuellen Orientierung. Beispiele: "Ihre Ehefrau ist auch eingeladen", Schwule sind alle designaffin, sexuelle Präferenz
  • Geschlechtsidentität: Markierte Begriffe gehen von der Binarität des Geschlechtes aus und stärken die rein biologische Perspektive des Geschlechts. Oder sie  transportieren ein überholtes und vielleicht sogar diskriminierendes Verständnis der Geschlechtsidentität. Beispiele: "Damen und Herren", (m/w), "Hast du einen Sohn oder eine Tochter?"
  • Rassistische Wurzel: Wir suchen hier nach Begriffen im Text, die eine rassistische Wurzel haben oder Wörter, die Hautfarbe in einem negativen Kontext verwenden. Beispiele: schwarzes Schaf, schwarzfahren, Blacklist
  • Klassismus: Begriffe, die eine “von-oben-herab” Perspektive kommunizieren, d.h. die Lesenden merken, dass nicht auf Augenhöhe gesprochen wird und das Gefühl der Unterschiede der sozialen Klassen zum Ausdruck kommt. Beispiele: erlaucht, Penner, Schlüsselkind
  • Glaube / Religion: Identifiziert Begriffe, die eine diskriminierende Wurzel oder Stereotypen in Bezug auf den Glauben oder die Religion zum Ausdruck bringen, eine Gruppe desselben religiösen Hintergrundes pauschalisieren oder gewisse Religionen über die anderen stellen. Beispiele: mauscheln, Moslem, "Gott wird's richten".
  • Druck: Diese Begriffe kommunizieren Druck, d.h. Lesende verstehen, dass es an ihnen liegt, sich zu unterwerfen, dem Druck standzuhalten und sich anzupassen. Beispiele: "Ich zähle auf euch.", "Work hard, play hard", sich der Kultur anpassen
  • Alter: Wörter und Wortkombinationen, die abschreckend wirken entweder für Menschen über 50 Jahren oder für Menschen unter 25 Jahren. Zudem wird auch markiert, wenn in irgendeiner Weise nach dem Alter gefragt wird, denn dies ist in vielen Fällen nicht relevant, kann aber zu Stereotyp Bedrohung führen. Beispiele: Mindestalter, grün hinter den Ohren, jung und dynamisch

Stil

Symbol

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Grad minder-schwerwiegend (3)
Definition

Auch der Stil, in dem wir schreiben, kann inklusiv oder eben nicht inklusiv wirken. Hier werden also Wörter und Wortkombinationen identifiziert, die die Sprache schwieriger verständlich machen oder die Nahbarkeit und Emotionalität verhindert.

Unterkategorien, die wir analysieren:

  • Amerikanismus: Heute verwenden wir viele Amerikanismen oder auch Anglizismen in der deutschen Sprache. Für Menschen, die keine englisch orientierte Ausbildung hatten oder auch im Berufsleben mit solchen Ausdrücken nicht in Kontakt kommen, ist dies oft ein Stein im Weg der Kommunikation. Auch wird es von diesen Menschen als Ausdruck des “Besser-seins” empfunden. Beispiele: "Was waren eure Highlights und Lowlights?", Minimum Viable Product, Financial Plan
  • Worthülsen: Viele Worte, die wir in der Business-Sprache verwenden, haben durch ihre Über-Nutzung an Bedeutung verloren. Sie sind verwirrend, weil sie nichts mehr aussagen und Leser:innen empfinden es teilweise sogar als höhnisch, wenn sie im Text erwähnt werden. Beispiele: innovativ, fairer Lohn,
    Füllwörter: Beispiele sind hier “wirklich”, “eigentlich”, “schliesslich”, etc. Sie tragen zum Inhalt nichts bei. Für Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, bedeuten diese Worte eine Verkomplizierung. Es ist für sie schwieriger verständlich und hängen daher eher ab. Beispiele: innovativ, faire Löhne, flache Hierarchien
  • Formalität: Möchte ein Unternehmen inklusiv sein, geht es auch darum, zwischen Vorgesetzten und der Belegschaft oder auch zwischen den ganz offiziellen Funktionen (wie Betriebsräte, Verwaltungsräte, etc.) und der Belegschaft eine Nahbarkeit zu schaffen. Die Sprache muss dabei ausdrücken, dass sich menschlich alle auf dem gleichen Niveau befinden. Zu formelle Sprache verhindert dies. Beispiele: “Sehr geehrte …”, Doktoren- oder Professoren-Titel, die Höflichkeitsform “Sie”.
  • Generation Boomer: Boomers und die Generation X brauchen teilweise Ausdrücke, die jüngere Generationen nicht mehr verstehen. Diese sind daher nicht inklusiv. Beispiele: "wie ein Berserker wüten", Fisimatenten, Schwerenöter
  • Generation Z: Die Generation Z braucht teilweise Ausdrücke, die ältere Generationen nicht verstehen. Vieles davon sind natürlich Amerikanismen. Diese sind daher nicht inklusiv. Beispiele: cringe (Jugendwort 2021), woke, no front
  • Grammatikalisch falsche Nutzung des Geschlechts. Oft aus Gewohnheit nutzen wir das falsche Geschlecht in Sätzen. Durch das Beispiel wird es klar. Es heisst nicht: “Die Deutsche Bahn als Partner…” oder “Die Deutsche Bahn als Arbeitgeber…”. Die richtige grammatikalische Version ist: “Die Deutsche Bahn als Partnerin / Arbeitgeberin…”
  • Füllwörter: Dies sind meist kleine Wörter, die wir einsetzen, um etwas speziell zu betonen oder einen Satz abzurunden. Aber sie bringen in der Bedeutung keinen Mehrwert und verkomplizieren die Sprache. Beispiele: wirklich, eigentlich, etc., quasi

Geschlechtliche Sprache

Symbol Bildschirmfoto 2021-11-12 um 18.35.43
Grad mittel-schwerwiegend (2)
Definition

In einer geschlechtsspezifischen Sprache wie dem Deutschen, aber auch in einer geschlechtsneutralen Sprache wie dem Englischen, verbergen sich hinter bestimmten Wörtern Bilder, die eine veraltete Auffassung von Geschlecht oder Geschlechterrollen darstellen.

Unterkategorien, die wir analysieren:

  • Binäre Pronomen. Wenn wir in einem Text ein Beispiel machen und die Beispielsperson in der dritten Person beschreiben, haben wir die Tendenz die männliche Form zu nutzen, die dann repräsentativ sein soll für alle. Auch in Englisch. Z.B. der Text lautet: “In der Literatursparte Fantasy braucht es verschiedene Fähigkeiten beim Schreiben. Er (der Autor) muss selbst viel Fantasie haben…. “
  • Titel: Meist benutzen wir für personenbezeichnende Substantive das männliche Generikum. Dies ruft sofort Bilder von Männern hinter diesen Titeln vor dem inneren Auge hervor. Viele davon können neutralisiert oder non-binär formuliert werden, um diese Automatismen zum umgehen. Beispiel: Arbeiter, Kunden, Ärzte.
  • Funktionen: Gewisse Ausdrücke von Funktionen sind aus historischen Gründen stärker männlich geprägt als andere. Diese heben wir spezielle hervor. Beispiele: Experte, Ingenieur, Abwart/Hausmeister
  • Führung: Das Thema Führung ist meist stereotyp männlich und traditionell hierarchisch besetzt. Beispiele: Boss, Vorgesetzten, CEO
  • Verstecktes Geschlecht: In gewissen Worten stecken unmerklich männliche Begriffe. Auch hier entsteht vor dem inneren Auge ein männlich geprägtes Bild.  Beispiel: Teilnehmerliste, Benutzerhandbuch, Fussgängerübergang.
  • Endungen: Um auch das non-binäre Geschlecht zu inkludieren, braucht es einer Spezialform (im Deutschen und im Englischen). Witty schlägt dort die Schreibart des Gendersterns oder des Genderdoppelpunktes vor. Beispiele: Kund*innen, Frauen: und Männer, Gastgeber:innen
  • Weiblicher Stereotyp: Wortkombinationen, die ein veraltetes Bild der Rolle der Frau vermitteln oder sie diskriminiert. Beispiele: Hausfrau, Karrierefrau, “das ist so einfach, deine Mutter könnte das”
  • Männlicher Stereotyp: Wortkombinationen, die ein veraltetes Bild der Rolle des Mannes vermittelt oder ihn diskriminiert. Beispiele: Herr der Lage, Familienvater, auf Vordermann bringen

Inklusive Sprache

Symbol

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Grad

Keinen. Positive Auswirkung auf Inklusion

Definition

Hier markiert Witty Begriffe, die einen inklusiven Charakter haben. Es werden daher keine Alternativen angeboten, sondern durch deren Markierung lernen Schreibende, welche von ihnen geschriebene Worte schon inklusiv sind.

Unterkategorien, die wir analysieren:

  • Kommunale Sprache: Sie bringt Kooperation, Unterstützung und Teamarbeit zum Ausdruck. In diese Sprache erkennen sich alle Menschen, da sie auf der Ebene abgeholt werden, die uns als menschliches Wesen ausmacht: Zusammen etwas erarbeiten, gemeinsam etwas erreichen, Sinnhaftigkeit hinter den Tätigkeiten betonen. Vor allem auch die Generation Z erwartet diese Kultur am Arbeitsplatz. Beispiele sind hier: Kooperation, begleiten, unterstützen.
  • Diversität & Inklusion als Firmenpolitik: Es ist für viele Mitarbeitende mehr und mehr wichtig, dass sie am Arbeitsplatz Diversität antreffen und dass eine inklusive Kultur gelebt wird, wo alle Menschen ihr volles Potential einbringen können. Wenn eine Firma dies in der Kommunikation betont (und natürlich auch lebt), wirkt dies als Einladung für Menschen mit diversem Hintergrund. Beispiele: diverse Hintergründe, Gleichstellung, Intersektionalität

Eure Meinung ist gefragt

Es ist unser Wunsch, das Rahmenwerk mit euch zu erweitern. Kommen euch also Worte oder Wortkombinationen in den Sinn, die in die eine oder andere Kategorie passen? Oder findet ihr, es gibt Kategorien, die wir vergessen haben? Wir wissen, dass ein Rahmenwerk nicht fix ist und agil bleiben muss. Auch glauben wir von uns selbst nicht, dass wir alles von Anfang an richtig machen. Darum sind wir super froh, wenn ihr uns Feedback gebt. Wir freuen uns auf eure Meinungen und Ideen.

Bitte hinterlasst in diesem Survey eure Ideen: https://survey-eu1.hsforms.com/1WHozbRPDTsWPPQx3UNelnAets28

 

 

 

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